Deutscher Kinderschutzbund

Ortsverband Zittau e.V.

Aktuelles

 

Wir haben es geschafft

 

Das Gütesiegel BLAUER ELEFANT ist uns vom Bundesverband für weitere drei Jahre verliehen worden. Für den Zeitraum vom 9.2.2013 bis 8.2.2016 dürfen wir es weiter verwenden.

Der Umfang und die Qualität des Angebots, die Grundkonzeption im Umgang mit Kindern und Familien und ein solides Haushalts- und Organisationskonzept haben überzeugt. 

 

 

Offener Treff „Fair Play“ für Mädchen und Jungen bis 12 Jahre

 

Liebe Mädchen, liebe Jungen,

 

ab dem Sommer wird es immer Donnerstags ein Angebot für alle bis einschließlich 12 Jahre geben.

 

Wir treffen uns am  Donnerstag, den 18. Juli um 15 Uhr zum Kennenlernen in der Goethestraße 2 im Offenen Treff „Fair Play“.

 

Eine Woche später, am 25. Juli fahren wir dann zusammen ins Badlager nach Olbersdorf. Dort gibt es Slackline, Spiele und natürlich Schwimmen im Olbersdorfer Bad.

 

Mehr Infos bei Christian und Christin im Treff,

Telefon: 03583 – 540 33 80

per E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wir freuen uns auf Euch!

 

 

 

Selbstbewusst raus aus Zittau und rein in die Großstadt

 

Partizipation mit Genderperspektive – wie soll das denn gehen? Diese Frage will das Projekt „fair_play“ der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) Jungenarbeit in Kooperation mit der BAG Mädchenpolitik beantworten. Im letzten Herbst konnten so fünf Mädchen und sechs Jungen des Offenen Treff „Fair Play“ (die Namensähnlichkeiten sind purer Zufall) des DKSB OV Zittau e.V. selbst entscheiden, wofür sie die finanziellen Mittel für drei Übernachtungen und Fahrt- sowie Sachkosten verwenden wollen. Einzig der Zeitpunkt (Ferien) wurde von uns vorgegeben. Nach einer ersten Themensammlung, Diskussion und Abstimmung war schnell klar, was die Jugendlichen wollten: „Wir fahren nach Berlin und wollen ans Set von ‚Berlin - Tag und Nacht‘!“. Die RTL2-Doku-Soap ist bei fast allen Besucher_innen des Offenen Treffs bekannt und ein fester Bestandteil ihres Tagesablaufs. Wer die Serie kennt weiß allerdings auch, dass es darin vor Geschlechterstereotypen nur so wimmelt. Auf den ersten Blick nicht gerade das, was man sich unter einem „Genderprojekt“ vorstellt – wohl aber unter Partizipation. Denn für die Jugendlichen stand vor allem die Umsetzung eigener Wünsche im Vordergrund. Für die Mädchen stand „Spaß haben und shoppen“, „Darsteller_innen treffen“ und „Freizeit haben“ im Mittelpunkt. Auch die Jungen wollten mit dem Wunsch nach viel Freizeit ihre Unabhängigkeit beweisen und sich vor allem in Berlin bekannt machen – endlich raus aus der Provinz und jemand sein! Dahinter stand jedoch immer auch das Bedürfnis, anerkannt zu sein und anerkannt zu werden sowie Selbstwirksamkeitserfahrungen machen zu können. So konnte ein Mädchen ihre früheren Erfahrungen aus Berlin ganz praktisch in die Gesamtgruppe einbringen (Wie liest man den U-Bahn-Plan? Wo ist was in Berlin?) und erhielt dafür auch von Jungen großen Respekt. Auf einer nächtlichen U-Bahnfahrt trafen die Mädchen und Jungen einen Freestyle-Rapper der spontan einen Text über die Jugendlichen reimte – mehr Anerkennung von einem Fremden geht fast nicht.
Reibung mit der Betreuerin und dem Betreuer gab es an den Grenzen der Freiheit: Wie geht die Gruppe mit dem Außenseiter und der Außenseiterin um? Wie uncool ist es, nach 22 Uhr nicht mehr aus dem Hotel zu dürfen und auch den P16-Film nicht sehen zu können? Dahinter liegen immer auch geschlechtsspezifische Inszenierungsbedürfnisse der Mädchen und Jungen. In homogenen Gruppen wurden diese Bedürfnisse reflektiert und eigene Wünsche formuliert. In der Jungen- bzw. Mädchengruppe ist dies erst einmal leichter und es konnten auch sensiblere Dinge angesprochen werden. Mit etwas Glück trafen dann auch vier Jugendliche eine Darstellerin von „Berlin Tag und Nacht“. Das war aber nur das i-Tüpfelchen auf einer selbstbestimmten Reise von elf Mädchen und Jungen aus Zittau nach und durch Berlin.

Mehr Infos unter: http://www.bag-jungenarbeit.de


Christian Schwarzbach | Christin Heilmann

Deutscher Kinderschutzbund OV Zittau e.V.

Offener Treff „Fair Play“

Goethestraße 2

02763 Zittau

Telefon: 03583 - 540 33 80 oder 03583 - 540 33 33

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

 

 

Pressemitteilung

 

Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung – jeder Schlag ist einer zu viel!!!

Den elterlichen Klaps auf den Po oder die Ohrfeige gibt es noch recht häufig – meist aus Überforderung. Dabei ist seit dem Jahr 2000 das „Recht auf gewaltfreie Erziehung“ im Bürgerlichen Gesetzbuch verankert. Doch die positive Nachricht: Es werden weniger körperliche Strafmaßnahmen angewandt, als noch vor fünf Jahren.

Eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Zeitschrift Eltern sagt aus, dass ca. 50% der befragten Eltern noch immer ihre Kinder schlagen. Es ist der Klaps auf den Po oder die Ohrfeige, eher selten das Versohlen des Hinterns, Reaktionen, welche aus situativer Hilflosigkeit heraus entstehen und welche die Eltern im Nachhinein meist bedauern. „Dennoch ist es eine erschreckend hohe Prozentzahl“, so Dr. Gisela Ulrich, Vorstandsvorsitzende des DKSB LV Sachsen e.V., „die zeigt, dass Eltern für die gelingende und vor allem gewaltfreie Erziehung ihrer Kinder viele Unterstützungs- und Entlastungsangebote benötigen.“ Der Deutsche Kinderschutzbund bietet genau vor diesem Hintergrund in Sachsen seine Elternkurse „Starke Eltern – Starke Kinder“® an. Die Elternkurse stärken das Selbstbewusstsein und die Erziehungskompetenz von Eltern und helfen ihnen, ihre Erziehungsverantwortung besser wahrzunehmen. Ein wichtiger Punkt ist die Verbesserung der Kommunikation in der Familie, damit können Eltern vielen Überforderungssituationen vorbeugen, in denen sie unter Umständen die Nerven verlieren. Einher geht die Kommunikation immer mit einer gemeinsamen Konfliktlösung in der Familie, um Gewaltanwendung in jeglicher Form entgegenzuwirken.

„Immerhin“, so Dr. Gisela Ulrich weiter, „zeigt die Studie, dass im Vergleich zu einer Erhebung aus dem Jahr 2007 die Zahl der körperlichen Bestrafung leicht abnimmt. Das interpretieren wir als ein gutes Zeichen für gesamtgesellschaftliche Veränderungsprozesse im Erziehungsverhalten der Eltern und in der Wahrnehmung des Kindes als eigenständige Persönlichkeit mit eigenen Rechten.“

Deshalb engagiert sich der Deutsche Kinderschutzbund bundesweit im Aktionsbündnis Kinderrechte und unterstützt die Initiative des Bundesrates, die Kinderrechte im  Grundgesetz zu verankern.

Dem sächsischen Kinderschutzbund scheint es unbedingt geboten, dass bei den geplanten Änderungen der sächsischen Verfassung auch die Rechte von Kindern in die Neufassung aufgenommen werden. Hierfür bietet der Deutsche Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V. sein Wissen und seine Unterstützung an.

Kontakt über: Deutscher Kinderschutzbund Landesverband Sachsen e.V.

Dr. Gisela Ulrich, Vorstandsvorsitzende, Tel.: 0351 – 405 51 08

Olaf Boye, Geschäftsführer, Tel.: 0351 - 42 42 044